Die Formel 1 Saison 2008 hat nocht nicht begonnen und schon ist der erste Skandal da. Bei den Formel 1 Testfahrten in Barcelona am Samstag 3. Februar ist es zu rassitischen Beleidungen gekommen. Ziel der Angriffen war der dunkelhäutige Silberpfeil Pilot Lewis Hamilton, der von den Fans seines Ex-Teamkollegen Fernando Alonso beschimpft und geschmäht wurde. Zwischenzeitlich wurde am Samstag sogar die Tribüne gegenüber der McLaren-Box gesperrt worden, da von dort Gegenstände in Richtung der Garage geworfen wurden. Sicherheitskräfte mussten zuvor eingestetzt werden um Plakate mit beleidigenden Aufschriften zu entfernt worden. Die FIA hat mit Konsequenzen gedroht. England fodert von der FIA, dass Spanien alle beide GPs 2008 verlieren soll.
Trotz zahlreicher Petitionen und Proteste konnte David Duke Samstags nach Spanien einreisen und in Barcelona sein neues Buch “The Jewish Supremacism” (Die jüdische Überlegenheit) präsentieren. Der aus Oklahoma stammende David Duke ist ein überzeugter Antisemit, Rassist, Homosexullen- und Frauenhasser. Er ist ein strenger verfechter der Nationalsozialistischen Ideologie, Hitler verehrer und Holocaustleunger, deshalb ist er auch mit dem iranischen Präsidenten Ahmadinedschad befreundet. Zwar ist Duke kein Nationalist, weil er Amerika als die Weltzentrale der Zionsten, “Neger”, Homosexuellen und Feministen sieht und es deshalb verachtet. Er war für lange Zeit der Früher des verbotenen Ku Klux Klan und vertriett die Meinung, dass die “Weiße Rasse” eine “Herrenrasse” sei, die dazu bestimmt ist die Welt zu beherrschen. Seine Hetzen richtet sich gegen Juden, ”Schwarze”, Hispanier, Native Amerikaner, Asiaten, Linke, Liberale, Neokonservativen, Bibeltreue Christen, Frauen (Feministen), Schwulen und Lesben, die er als die Behinderer und Gegnern zur Schaffung einer von “Weißen” domierten Welt seht. In seinem neuen Buch “die jüdische Überlegenheit” behauptet er, dass Israel und die Juden mit Hilfe ihrer Verbündeten hinter dem 9/11 stecken mit und gleichzeitig über die “Weiße Rasse” herrschen. Mann Fragt sich schon was sich die ”sozialistische” Regierung von Zapatero gedacht hat, als David Duke die Erlaubnis zur Einreise nach Spanien gaben. Gegenveranstaltungen sind am Samstag auch in Barcelona geplant.
Trotz Verbot der Prager Stadtverwaltung versuchten am Jahrestag der November 1938 ca. 1000 Neonazis aus Tschechien, Deutschland und der Slowakei durch das frühere jüdische Viertel von Prag zu maschieren. Ein Aufgebot von 1500 Polizisten, mit Hilfe von Polizeihubschrauber, Wasserwerfern und Schützenpanzern sollten Zusammenstöße zwischen Rechtsextremen und Gegendemostranten verhindern. Viele Gegendemostranten hatten sich zuvor bei Prager Synagoge und dem Museum zur Erinnerung an die 77.000 jüdischen Opfer der Nazis in der ehemaligen Tschechoslowakei versammelt. Dennoch kam es im Stadtzentrum zu mehreren gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Neonazis, Gegendemonstranten und der Polizei mit einigen Verletzten und 50 festgenommen Rechtsextremisten. Der geplanten Naziaufmarsch wurde somit erfolgreich gestoppt!
Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Universität Wien, gehört zu der Gruppe Café Critique (www.cafecritique.priv.at/) und arbeitet als freier Autor in Tel Aviv.