Saddams Drittes Reich

Juni 26, 2008

Die Nazi-Wurzeln der Baath-Partei

In der westlichen Welt herrscht der Eindruck vor, dass die Diktatur Saddam Husseins und anderer Despoten in der Tradition des Nahen Ostens begründet war. Deren eine Variante ist autoritär und passiv, die andere radikal und aktiv. Aus dieser Prägung heraus, so denkt man im Abendland, seien auch die so genannten politischen Parteien entstanden, auf die diese Willkürherrscher sich stützen. Die Wahrheit liegt ganz woanders.

Saddam Husseins Regime und die Baath-Partei haben ihre Wurzeln weder in der arabischen noch in der islamischen Geschichte. Sie sind ihrem Ursprung nach europäisch - möglicherweise die einzige erfolgreiche Übertragung europäischer Institutionen und Ideen in die islamische Welt. Die politische Tradition im Islam ist in der Tat autoritär, aber sie ist nicht diktatorisch, sondern im Gegenteil unvereinbar mit despotischer und willkürlicher Herrschaft. Dies spiegelte sich in der Vergangenheit sowohl in der Praxis als auch in der Theorie wider.

Die Amtsgewalt der Sultane und Kalifen alten Stils wurde nicht nur durch die Tradition, sondern auch durch den fest verwurzelten Mittelbau der Gesellschaft beschränkt, wie zum Beispiel die städtische Aristokratenschicht, den Landadel, das Militär und die religiösen Führer. Die Folge der Modernisierung war eine Stärkung des herrschenden Systems, dem nun ein ganz moderner Apparat an Überwachung, Indoktrination und Unterdrückung zur Verfügung stand. Gleichzeitig wurde der Mittelbau, dessen Funktion in der traditionellen Ordnung darin bestand, dem Herrscher wirksame Beschränkungen aufzuerlegen, geschwächt oder sogar beseitigt.

Die Entstehung des Typs von Diktatur, den Saddam Hussein repräsentierte, lässt sich bis zum Jahr 1940 zurückverfolgen. Nach der Kapitulation Frankreichs blieben die französischen Mandatsgebiete Syrien und Libanon unter der Kontrolle der Vichy-Regierung. Das hieß, sie waren dem Einfluss der Nazis ausgesetzt und wurden für deren Propaganda und Aktivitäten zu einem wichtigen Vorposten in der arabischen Welt. Zu den Nachfolgern gehörte die Vorläuferbewegung der Baath-Partei, die sich am Vorbild der Nazis und Faschisten orientierte: ein Großteil der nazistischen und faschistischen Ideologie wurde ins Arabische übertragen und sinngemäß übernommen. Für eine Weile wurde im Irak sogar ein nazifreundliches Regime unter Führung von Raschid Ali al-Gailani eingesetzt. Die Briten und ihre Verbündeten konnten dieses Regime stürzen, Gailani fand Zuflucht in Deutschland, wo er zusammen mit dem Hitler-freundlichen Mufti von Jerusalem bis zum Ende des Krieges blieb.

Die britische und generell die westliche Nachkriegsherrschaft in diesen Ländern blieb allerdings von kurzer Dauer. Das Dritte Reich war vergangen, aber dessen Funktion als Schirm- und Schutzherr der gegen den Westen gerichteten “gerechten Sache” wurde von der Sowjetunion übernommen. Die Neuorientierung der Baath-Partei weg vom nazistischen Modell hin zum kommunistischen Modell erforderte lediglich geringfügige Angleichungen.

Tatsächlich unterscheiden sich diese Ein-Partei-Regime in ihrer Struktur, ihrer Ideologie sowie ihrer Kampf- und Herrschaftsmethode gewaltig von den islamischen Herrschaftstraditionen - sowohl in der Theorie wie auch in der Praxis.

 

ARTIKEL VON HISTORIKER BERNARD LEWIS

  


Die antisemitische Internationale (English)

April 28, 2008

 

 


Angriff auf Holocaust-Überlebenden in Rom

April 26, 2008

DER TEXT WIRD NOCH INS DEUTSCHE ÜBERSETZT


STOP THE BOMB: Programm der Konferenz in Wien

April 21, 2008

 
Samstag, 3. Mai 2008

19.30
Einleitung und Grußworte

Simone Dinah Hartmann (STOP THE BOMB – Bündnis gegen das iranische Vernichtungsprogramm)
Dr. Ruth Contreras (Scholars for Peace in the Middle East)
Dr. Joanna Nittenberg (Illustrierte Neue Welt)

20.00 - 22.00
Round table: Die iranische Bedrohung: Islamismus, Antisemitismus, Atomprogramm

Dr. Patrick Clawson (Stellv. Direktor des Washington Institute for Near East Policy, USA)
Yossi Melman (Journalist Haaretz, Israel)
Prof. Benny Morris (Historiker, Ben Gurion Universität Israel)
N. N.

Moderation: Simone Dinah Hartmann (Sprecherin STOP THE BOMB)

Sonntag, 4. Mai 2008

10.30 - 12.15
Der politische Islam im Iran und der globale Djihadismus

Menashe Amir (Ehem. Direktor des persischen Radios bei “Kol Israel” (die Stimme Israels)):
Ideologische und religiöse Motivationen der iranischen Innen- und Außenpolitik

Niloofar Beyzaie (Theaterregisseurin und -autorin aus Teheran, seit 1985 im Exil in Deutschland, Frauenrechtsaktivistin):
Frauen und Minderheiten im Iran

Florian Markl (Politikwissenschaftler, Humboldt Universität Berlin):
Der globale Djihadismus und seine iranischen Unterstützer

Moderation: Alex Gruber (Lektor Institut für Politikwissenschaft Wien)

12.30 - 14.15
Kritik des Appeasement: Der Iran und der islamische Antisemitismus als Herausforderung für Israel und Europa

Dr. Matthias Küntzel (Politikwissenschaftler, Vorstand Scholars for Peace in the Middle East, Hamburg):
Verpasst Europa den Zeitpunkt zum Handeln?

Dr. Michael Oren (Historiker am Shalem Center in Jerusalem, Israel):
Israels schlimmster Albtraum – Die Bedrohung durch das iranische Nuklearwaffenprogramm

Bruno Schirra (Journalist und Buchautor, Berlin):
Die europäischen Illusionen über Iran und Islam

Moderation: Dr. Elisabeth Pittermann (Ehem. Stadträtin in Wien)

15.15 - 17.00
Die österreichisch-iranischen Beziehungen und die nationalsozialistische Vergangenheit

Hiwa Bahrami (Demokratische Partei Kurdistan Iran):
Die österreichische Appeasement-Politik

Dr. Stephan Grigat (Café Critique, Lektor Institut für Politikwissenschaft Wien):
Die österreichisch-iranische Freundschaft – Außenpolitik im Postnazismus

Robert Schindel (Schriftsteller, Wien):
Das österreichische Gedächtnis

Moderation: Michaela Sivich (Journalistin)

17.15 - 19.00
Round table: Die Notwendigkeit eines neuen Antifaschismus

Simone Dinah Hartmann (Sprecherin STOP THE BOMB)
Prof. Jeffrey Herf (Historiker, Universität Maryland, College Park, USA)
Kayvan Kabouli (Green Party of Iran, Los Angeles, USA)
Thomas von der Osten-Sacken (Politischer Analyst und Direktor von Wadi e. V. Deutschland)

Moderation: Dr. Stephan Grigat (Lektor Institut für Politikwissenschaft Wien)

 


Schlag gegen die Meraner Neonazi-Szene

April 18, 2008

 

Am Donnerstag Morgen startete die Polizei einen Blitz im Rahmen der Aktion „Odessa“ gegen Mutmaßliche Südtiroler Neonazis. Die Burggreafenamter Neonazis-Szene stand seit Herbst im Visier der Polizei, nachdem im vergangen Sommer immer wieder Übergriffe von rechtsextremistischen Skinheads in der Meraner Gegend gemeldet wurde. Bei 50 bis 80 Hausdurchsuchungen im Meraner Raum wurde zahlreiches Nazi-Propagandamaterial sichergestellt, darunter Hitlers Buch “Mein Kampf”, Reichsflaggen mit Hakenkreuz, die Reichskriegsflaggen, “White Power” Flaggen, Adolf-Hitler Porträts, Waffen mit eingrawierten Symbolen des Nationalsozialismus, Literatur und Schallplatten aus der NS-Zeit. Dazu kam auch noch Material der Südtiroler Terrorgruppe “Ein Tirol” aus den 80er und Waffen, wie Messer, Dolche, Schlagringe und Baseballschläger. Von den 100 gegen die Ermittel wurde, wurden 16 festgenommenen. Den 16 Neonazis im Alter zwischen 17 und 27 Jahren, wird vorgeworfen die Verbreitung nationalsozialistisches Gedankengut, Gewalt und gegen das Mancino-Gesetz (Aufhetzung zur rassistischen und antisemitischen Diskriminierung) verstoßen zu haben. Die Beschuldigten werden auch in zusammenhang mit 20 Vorfälle aus dem Jahr 2007 gebracht, bei denen Ausländer, deutschsprachige und sowie italienischsprachige Südtiroler angegriffen worden waren. Die Burggrafenamter Neonazi Gruppe soll nach dem Beschlagten Beweismaterial, wie der “Südtiroler Kameradschaftsring” aus Kaltern Verbindungen zu rechtsextremitischen Kreisen in Österreich und zu neonazistischen Organisationen in Deutschland haben, vor allem Gruppen aus Tirol und dem Raum Linz. Gefundene Videoaufnahmen und Fotos zeigen die Beteilung der Südtiroler Neonazis beim “Trauermarsch” in Dresden am 16. Februar 2008. Scheinbar stehen sie im Kontakt zur Jungen Landsmannschaft Ostpreußen (JLO) aus Sachsen, von denen sie das NS-Materila bezogen haben.

 

Quellen:


Autonome Nationalisten: Vorsicht ist geboten!

April 11, 2008

An Hand des Oben gezeigent Video wollen wir auf einen neuen neonazistischen Trend aus Deutschland Aufmerksam machen, der es geschaft hat seit einiger Zeit auch in Südtirol zu etablieren. Vom Äußerlichen sind diese sogenannten Autonomen Nationalisten kaum von linken Autonomen und Antifas zu unterscheiden, wie es im Video zu sehen ist, sie tragen deren Kleidung und verwenden zum verwechseln ähnliche Symbole. Nur wenn man genauer hinschaut kann man die Fälschungen erkennen, aus “Good night white Power” wird “Good night left side” oder statt “Antifaschistische Aktion” steht “Nationale und Soziale Aktion”. Kufiya und Che Guevara T-Shirts gehören auch zu ihrem Outfit. In Südtirol trift man diese Autonome Nationalisten vorallem in der Brixner Gegend, sie halten sich meistens dort auf wo viele Teenager sind, die für sie leichte Beute werden. Ideologisch und Gewaltbereitschaft sind ihren gleichgesinnten neonazitischen Skinheads nicht besser.

 

Weitere Infos:

 


Stadt Innsbruck gehört uns allen!

April 10, 2008

Aufruftext für die Freiraum Demo in Innsbruck‏

 


12 Jahre Haftstrafe für 2 Neofaschisten

April 5, 2008

 

Das Bozner Berufungsschwurgericht hat am Freitag das Urteil gegen die zwei Rechtsextremen Skinheads bestätigt. Die zwei Angeklagten Antonio Pasquali (24) aus Catania und Riccardo Masia (25) aus Cagliari wurden wegen Mordes zu je zwölf Jahren Haft und zur einer Zahlung von je 150.000  verurteilt, beide waren beim Gericht abwechsend. Masia und Pasquali hatten nach Zeugenaussage am Abend des 29. November 2002 im Bozner Lokal “Sauguat” den 26 Jährigen Fabio Tomaselli wild verprügelt. Tomaselli ist in der selben Nacht verstorben. Die Verteidigung versuchte den Tod Tomaselli als einen Unfall darzustellen, da Tomaselli scheinbar an einer Herzkrankheit gelitten hätte und beschuldigten die Rettungskräfte, dass die Fehler bei der Reanimation gemacht hätten. Der Richter Manfred Klammer liess sich nicht überzeugen, dass es ein Unfall gewesen wäre und fällte das urteil zugunste der Ankläger.

 

Quellen:

 

   

 


Im Gedenken an Martin Luther King

April 4, 2008
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15. Januar 1929 - 4. April 1968

 

 

Vor 40 Jahre wurde der der Afroamerikaner Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. in Memphis, Tennessee, erschossen. Zum 40. Todestag würdigen und gedenken die USA Martin Luther King und seinen gewaltfreien Kampf gegen die Rassendiskriminierung.  Kings bekannteste Rede war “I Have a Dream”, die er am 28. August 1963 in Washington vor 250.000 Menschen hielt.

 

 

I have a dream that one day this nation will rise up and live out the true meaning of its creed: ‘We hold these truths to be self-evident: that all men are created equal.’
I have a dream that one day on the red hills of Georgia the sons of former slaves and the sons of former slave owners will be able to sit down together at a table of brotherhood.
I have a dream that one day even the state of Mississippi, a state sweltering with the heat of injustice and sweltering with the heat of oppression, will be transformed into an oasis of freedom and justice.
I have a dream that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin but by the content of their character.
I have a dream today.

 

Quellen:

 

 


Antizionismus (Linker Antisemitismus) auch in Bozen nicht fremd!

März 21, 2008