Coole Leute tragen keine Kufiya
Die Kufiya, auch Pali-Tuch genannt war ursprünglich ein von Männern getragene Kopfbedeckung in der arabischen Welt. Das arabische Wort Kufiya leitet sich vom Namen der Stadt Kufa, die im heutigen Irak liegt ab. Anfang der 1930er Jahre als der moderne arabische Nationalismus unter dem Jerusalemer Mufti Amin al-Husseini zu einer militanten Bewegung wurde, begannen deren Anhänger die Kufiya gewalttätig bei der arabisch-männlichen Bevölkerung durchzusetzen, die bis dahin den türkischen Fez oder die europäischen Hüte trugen. Vergleichen kann man es mit der Situation in Afghanistan unter den Taliban, die deren Frauen zwangen die Burka zu tragen. Das tragen der Kufiya sollte bei den Araber den panarabischen Nationalismus gegen die Moderne, die osmanische Vergangenheit, Briten, Franzosen und Juden ausdrücken. Zwischen 1936–41 wurde sie zum Symbol der profaschistischen Aufstände gegen die Briten in Palästina und im Irak. International bekannt wurde die Kufiya in den 60igern durch die Terroristen der PLO um Mohammed Amin al-Husseinis Neffen Jassir Arafat, die sie bei ihren Aktionen benutzten. In den 70er und 80er Jahren begannen es die Linke aus dem antiimperalistischen Spektrum als Billigproduziertes Halstuch zu tragen. Das Tragen der Kufiya sollte ihren sogenannten „Widerstand“ gegen die USA und den Zionismus bis hin zur Solidarisierung mit den nach ihrer Meinung „revolutionären“ Panarabisten ausdrücken. In den 90er Jahren entdeckten auch die Neo-Nazis das Tuch als Symbol ihrer Feindschaft zu Israel und den Juden. Deswegen: runter mit dem Pali-Tuch!
Unser Slogan: Schottenschal statt Terroristentuch!
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