10 Jahre Karfreitagsabkommen (Good Friday Agreement)

Vor 10 Jahre am Karfreitag 1998 (damals der 10. April) unterzeichneten die Regierung der Republik Irland, die Regierung Großbritanniens und die Parteien in Nordirland ein Abkommen, die den 30 Jährigen von 1968 bis 1998 Bürgerkrieg (The Troubles) zwischen Rebulikaner und Loyalisten beendeten. Die Streitparteien einigten sich darin den Nordirlandkonflikt zukünftig auf friedlichem Wege zu lösen.

Die wichtigsten Punkte des Abkommens:

  • Die Regierung der Republik Irland verzichtet auf ihre Forderung nach einer Wiedervereinigung mit Nordirland
  • Irische und nordirische Behörden arbeiten zusammen
  • Die paramilitärischen Truppen der Irish Republican Army (IRA), der Ulster Defence Association (UDA) sowie der Ulster Volunteer Force (UVF) erklären ihre Bereitschaft zur Entwaffnung
  • Die Entlassung von Untergrundkämpfern aus dem Gefängnis wird in Aussicht gestellt
  • Großbritannien sagt eine Verringerung seiner Truppenpräsenz in Nordirland zu
  • Die Möglichkeit einer Wiedervereinigung mit der Republik Irland wird nicht ausgeschlossen, wenn sich die Mehrheit der Nordiren dafür ausspricht.
  • Der Government of Ireland Act wird zurückgenommen
  • Durch zwei getrennten Volksabstimmungen, in Nordirland (71%) sowie in der Republik Irland (94%) stimmte die Mehrheit für das Abkommen. Nordirland bekam ein umfassendes Regionalparlament mit 108 Sitzen, dass mit legislativen Befugnissen in den Bereichen Finanzen, wirtschaftliche Entwicklung, Soziales, Gesundheit, Bildung, Umwelt und Landwirtschaft ausgestattet ist. Ein britisch-irischer Rat und eine unabhängige nordirische Kommission für Menschenrechte wurde zur Überwachung des  Friedensprozess gebildet. Bei den ersten Wahlen erreichten die Unionisten nur knapp die Mehreit, Friedensnobelpreisträger David Timble von Ulster Unionist Party (UUP) wurde der erste Regierungschef in Nordirland, sein Stellvertreter war Seamus Mallon von der Social Democratic and Labour Party (SDLP). Das Hauptproblem in Timbles Riegierungszeit war die Umsetzung die im Karfreitagsabkommen geforderte Entwaffnung der Paramilizen auf beiden Seiten, die durch  Suspendierung der Regierung und Parlament Nordirlands von Seiten Großbritanniens endete. Ab Juli 2001 stand Nordirland wieder unter direkter Kontrolle Londons. Die auf den 29. Mai 2003 Vorgesehen Wahlen zum nordirischen Parlament wurden kurz davor von  der Blair-Regierung abgesagt und auf einen nicht terminierten Zeitpunkt verschoben. Am 9. März 2007 fanden dann die Wahlen, mit Siegen der Extremistischen Lager.

    Quellen:

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    Eine Antwort to “10 Jahre Karfreitagsabkommen (Good Friday Agreement)”

    1. The only words I understood here were „Northern“ and „Ireland“. And why are there two irish guys at my door

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