Podiumsdiskussion „Ein Zweiter Holocaust?“ am 11. November

Ein Zweiter Holocaust?
Der Iran und die österreichische Erinnerungspolitik 70 Jahre nach dem Novemberpogrom

Lesung aus ZeitzeugInnenberichten mit Kammerschauspielerin Elisabeth Orth
Podiumsdiskussion mit:

– Arik Brauer (Künstler)
– Stephan Grigat (STOP THE BOMB)
– Livia Klingl (Außenpolitik-Reporterin KURIER)
– Wolfgang Neugebauer (Historiker, Aktion gegen den Antisemitismus)
– Marco Schreuder (Abgeordneter zum Wiener Landtag, Grüne Wien)
Moderation: Christian Ortner (Journalist)
Dienstag, 11. November 2008, 19:00 Uhr
Jüdisches Museum, Dorotheergasse 11, 1010 Wien

Das iranische Regime propagiert seit der ‚islamischen Revolution‘ von 1979 die Zerstörung Israels und sorgt regelmäßig für die Neuauflage des antisemitischen Klassikers „Die Protokolle der Weisen von Zion“. Ali Khamenei, der oberste geistliche Führer des Iran und Nachfolger des Revolutionsführers Khomeini, nannte Israel ein „Krebsgeschwür“ und sieht die „Lösung für das Nahost-Problem“ in der „Zerstörung und Vernichtung des jüdischen Staates.“ Der als moderat geltende Ex-Präsident Rafsanjani erklärte den Kampf gegen Israel zur Pflicht aller Moslems und der reformorientierte Ex-Präsident Khatami verteidigte den französischen Holocaust-Leugner Garaudy. Präsident Ahmadinejad nennt den jüdischen Staat einen „stinkenden Leichnam“, zweifelt die Shoah an und organisiert Konferenzen mit Holocaust-Leugnern.

 

Eine Veranstaltung von STOP THE BOMB mit Unterstützung der Illustrierten Neuen Welt.

 

Wie wird in Österreich auf solche Vorgänge und Äußerungen reagiert? Die Podiumsdiskussion will die Frage erörtern, welchen Platz die Vernichtungsdrohungen des iranischen Regimes in der Erinnerungspolitik der Zweiten Republik einnehmen. Handelt es sich bei der Warnung vor dem iranischen Nuklearprogramm um Hysterie oder um die notwendige Konsequenz aus der Tatsache, dass die Welt schon einmal zugesehen hat, wie sich Antisemitismus derart radikalisierte, dass er zur Ermordung von Millionen Menschen führte und zugleich der Untergang der Protagonisten des Antisemitismus mit einkalkuliert wurde? Beschränkt sich Erinnern in Österreich und Deutschland heute womöglich auf die Erinnerung an die toten Juden, während man den Lebenden im jüdischen Staat die Solidarität verweigert?

Bitte unterschreiben Sie auch bei STOP THE BOMB

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Eine Antwort to “Podiumsdiskussion „Ein Zweiter Holocaust?“ am 11. November”

  1. aron2201sperber Says:

    habe gestern die veranstaltung besucht und darüber in meinem blog berichtet:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2008/11/12/stop-the-bomb-or-appease-the-mullahs/

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