Archiv für Januar, 2009

Alle Jahre wieder …

Posted in Action with tags , , , , , , , on Januar 28, 2009 by Antifa Toscanini

 

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Aufruf zum 13./14. Februar 2009

Keine Versöhnung mit Deutschland. Deutsche Täter_innen sind keine Opfer. Naziaufmärsche verhindern! Aufruf zu antifaschistischen Aktionen am 13. und 14. Februar 2009 in Dresden.

Hätte es die Bombardierung Dresdens nicht gegeben – die Deutschen hätten sie erfunden. Der Bezug auf die Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 ist heute, über sechzig Jahre danach, aus dem deutschen Selbstbewusstsein nicht mehr wegzudenken. Das in der sächsischen Landeshauptstadt alljährlich zelebrierte Gedenken an die Toten der Bombardierung ist dabei weit mehr als die Erinnerung an ein historisches Ereignis. In der Woche um den 13. Februar herum trifft sich die kollektive Trauer deutscher Bürger_innen um sogenannte „deutsche Opfer“ mit dem zur Zeit größten Nazi-Aufmarsch Europas. Beide vereint die Suche nach kollektiver Identität, die nach 1945 in Deutschland jedoch nicht mehr umstandslos zu haben ist. Die einzige vernünftige Konsequenz aus der deutschen Geschichte bleibt der bedingungs- und kompromisslose Bruch mit ihr. Wer ihn nicht vollziehen will, kommt um eine umfassende Revision und Verfälschung dieser Geschichte nicht herum – ganz gleich ob als subtile Akzentverschiebung oder als raubeinige Lüge. Nicht nur in Dresden mündet daher die Rekonstruktion deutscher Identität in die Verdrängung der geschichtlichen Wirklichkeit durch einen Mythos. Die untereinander konkurrierenden Strömungen des Dresdner Gedenkens schreiben die deutsche Ideologie fort und stellen sich damit in die Tradition der deutschen Täter_innen. Der notwendige Bruch mit der deutschen Vergangenheit dagegen impliziert die unnachgiebige Kritik des Dresdner Trauerspektakels in allen seinen Gestalten. Dies kann nur bedeuten, die geschichtsrevisionistischen Manifestationen der deutschen Ideologie an den beiden Tagen des 13. und 14. Februars 2009 mit der bitter nötigen Kritik zu konfrontieren. Eine Versöhnung mit Deutschland ist unmöglich.

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Kundgebung und Infotisch

Posted in Events with tags , , , , , , , on Januar 27, 2009 by Antifa Toscanini

 

Keine Geschäfte mit den iranischen Mullahs!

Mittwoch, 28. Januar 2009, 8:00 – 10:00 Uhr

vor dem Hotel Savoyen, Rennweg 16, 1030 Wien

Vom 27. bis 29. Januar findet im Wiener Hotel Savoyen die „European Gas Conference“ statt, die maßgeblich von der OMV und Siemens gesponsored wird. Auf der Konferenz soll laut Programm auch über „Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit dem Iran“ gesprochen werden.

Wir protestieren gegen die systematischen Bemühungen der beteiligten Firmen, eine Ausweitung der Sanktionen gegen das iranische Regime zu unterlaufen. Die OMV wäre mit ihrem geplanten Milliardendeal mit dem Iran, den mittlerweile nicht einmal mehr der österreichische Außenminister unterstützt, und dem Betreiben des Nabucco-Pipeline-Projekts, das nach den bisherigen Planungen nur dann profitabel wäre, wenn sich Europa in die Abhängigkeit vom iranischen Erdgas begibt, einer der Hauptförderer des iranischen Regimes. Auch Siemens gehörte in den vergangenen Jahren zu den wichtigsten Handelspartnern der Diktatur der Ajatollahs, die heuer ihr 30jähriges Bestehen feiern kann.

Der Ausbau der Beziehungen zu den Machthabern in Teheran bedeutet eine noch stärkere Abhängigkeit von einem Regime, das Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft für seinen Kampf gegen den Westen und gegen seine eigene Bevölkerung verwendet. Gerade heute muss auf die iranische Unterstützung für die terroristische Hamas hingewiesen werden, die einer der Hauptgründe dafür ist, dass im Nahen Osten weder Frieden noch Stabilität Einzug halten. Das Regime in Teheran hat die palästinensischen Moslembrüder in ihrem Djihad gegen Israel mit Millionen von Dollar, Waffen und militärischem Training unter die Arme gegriffen. Jedes Geschäft mit dem iranischen Regime bedeutet eine Finanzierung des internationalen Terrorismus. Die iranischen Mordkommandos haben sich in der Vergangenheit auch nicht damit begnügt, im Iran selbst zuzuschlagen. 1989 ermordeten sie beispielsweise in Wien Abdel Rahman Ghassemlou, den Vorsitzenden der Demokratischen Partei Kurdistan Iran und seine Begleiter, ohne dafür von der österreichischen Justiz zur Verantwortung gezogen zu werden.

Die zeitliche Nähe der Konferenz zum internationalen Holocaust-Gedenktag rückt die teilnehmenden Konzerne, von denen einige wie beispielsweise Siemens zu den Profiteuren der Ausbeutung von Zwangsarbeitern im Nationalsozialismus gehört haben, in ein besonders schlechtes Licht. Während weltweit am 27. Januar der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz gedacht wird, konferieren Energiekonzerne in Wien darüber, wie die Geschäftsbeziehungen zu einem antisemitischen Regime wie dem iranischen ausgebaut werden können, das Konferenzen zur Leugnung des Holocaust veranstaltet, Israel seit 30 Jahren mit der Vernichtung droht und bestrebt ist, sich mittels seines Nuklearprogramms die Mittel zu beschaffen, diese Vernichtungsfantasien auch in die Tat umsetzen zu können.

http://www.stopthebomb.net

Fetisch und deutsche Ideologie

Posted in Kritik with tags , , , , , , , , , , , , on Januar 27, 2009 by Antifa Toscanini

 

Materialistische Kritik ist auch Staatskritik, doch darf sie die Unterschiede in Form und Zweck staatlicher Herrschaft nicht ignorieren.

von Stephan Grigat

Erstaunt verkündet das Feuilleton eine Marx-Renaissance. Die Krise habe das Marxsche »Kapital« zum Verkaufsschlager werden lassen. Lesekreise zur Kritik der politischen Ökonomie würden nur so aus dem Boden sprießen. Nach einem Jahrzehnt der weit gehenden Abwesenheit von kapitalismuskritischen Tönen in Folge des Niedergangs des Realsozialismus kam es bereits Ende der neunziger Jahre zu einer Renaissance kapitalismuskritischer Diskussionen und in Form der globalisierungskritischen Bewegung auch zu antikapitalistischen Protesten.

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Der Umgang mit dem Holocaust nach 1945

Posted in Events with tags , , , , , , on Januar 23, 2009 by Antifa Toscanini

 

Wie sind die verschiedenen Länder, Institutionen und Organisationen nach 1945 mit dem Thema Holocaust umgegangen? Im Mittelpunkt stehen die Länder, aus denen die Täter kamen: Deutschland und Österreich. Dann aber auch andere Länder, nämlich Polen, das größte und wichtigste Zentrum jüdischen Lebens im Europa der Zwischenkriegszeit, das während des Zweiten Weltkrieges und im Holocaust am schlimmsten getroffen wurde: von 3,75 Millionen polnischen Juden wurden ca. 80 % umgebracht. Weiters wird die Tschechoslowakei untersucht, dann auch Israel, dessen Gesellschaft und Politik vom Holocaust geprägt sind, sowie erstmals auch das Thema „Araber und der Holocaust“.

Referent
Prof. Dr. Rolf Steininger, Innsbruck
Universitätsprofessor und Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck

Kursbeitrag:
5,00 €

Termin:
Mi. 28.1.2009, 20 Uhr Cusanus Akademie Brixen

 

Filmpräsentation in Innsbruck

Posted in Events with tags , , , , , , , on Januar 23, 2009 by Antifa Toscanini

 

Zeit:

Mittwoch,
28. 1. 2009,
18.00 Uhr

Ort:

Tiroler Landesarchiv,
Michael-Gaismair-
Str. 1,
Innsbruck

 

 

Es ist besser, nicht
zuviel um sich zu schauen …

Das Arbeitserziehungslager Innsbruck-Reichenau 1941-1945

Ein Film von Johannes Breit
Österreich 2006-2008
93 Minuten

 

Einführende Worte:
a. O. Univ.-Prof. Dr. Richard Schober

Dr. Alfred Hirsch aus Innsbruck, der 1945 als Mitglied des Widerstandes im Lager Reichenau inhaftiert war, wird anwesend sein.

 

Im Film berichten die ehemaligen Häftlinge Dr. Alfred Hirsch, Trochym Lalka, Angelo Ratti, Dragomir Salmic, Nikolai Telitschko und Johann Vaupotic über das Arbeitserziehungslager Reichenau.

Johannes Breit ist derzeit Gedenkdiener am United States Holocaust Memorial Museum, Washington DC.

 

 DöW – Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes

Rechtsdrehender Walzer!

Posted in (Neo-)Faschismus with tags , , , , , , , , , on Januar 22, 2009 by Antifa Toscanini

 

Rechtsextreme Burschenschaften laden in Wien zum Tanz. Auf dem Ball des Wiener Korporations-Rings sind aber nicht nur Akademiker, sondern auch Politiker aus ganz Europa gern gesehene Gäste.

von Flora Eder

Schwarzbraune Fiaker vor schweren, großen Toren, mit rotem Samt verkleidete Wände und Gemälde in Goldrahmen – welcher Ort würde sich für einen Ball konservativer und rechtsextremer Akademiker besser eignen als die Wiener Hofburg? In unmittelbarer Nähe des Heldenplatzes – auf dem 1938 das Publikum den Anschluss Österreichs an Deutschland bejubelte – werden sich am 30. Januar einmal mehr diejenigen tummeln, die in deutschnationalen Kreisen Rang und Namen haben. Zum mittlerweile 56. Mal lädt der Wie­ner Korporations-Ring (WKR) in die prächtigsten Räume Österreichs zum »größten couleurstudentischen Gesellschaftsereignis im deutschsprachigen Raum«.

»Der Ball ist eine eminent politische Veranstaltung und eine Demonstration von Burschenschaften, die damit ihr Selbstbewusstsein zeigen. Sie sagen: ›Da, schaut’s her, wir sind hier in der Hofburg, wir sind die Herren, die Mitte der Gesellschaft, der Mainstream‹«, sagt Andreas Peham vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) im Gespräch mit der Jungle World. Was in Deutschland Peham zufolge nicht möglich ist, stört in Österreich kaum jemanden. Abgeordnete des österreichischen Parlaments, Vorsitzende großer Parteien und Rektoren zahlreicher Universitäten zeigen nicht nur Wichs und Schmiss, sondern auch ihr gutes Verhältnis zu rechtsextremen Burschenschaften wie Olympia, Cimbria oder Teutonia.

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Zuerst Juden abschlachten, dann Palästina gründen!

Posted in Antisemitismus with tags , , , , , , , , , , on Januar 21, 2009 by Antifa Toscanini

von Karl Pfeifer 

Das Wiener Grüppchen AIK bringt immer wieder Meldungen, die einen aufhorchen lassen, so auch über die Teilnehmer des Beiruter Sozial Forums (Participants Beirut Social Forum), das 16. bis 18. Januar 2009 stattfinden soll. [1] 

Da fand ich einen bekannten Namen: „Islamic Resistance Movement Hamas, Usama Hamdan Lebanon“.

Gerade gestern publizierte MEMRI eine Nachricht über islamische Kleriker, deren Solidaritätserklärung mit Gaza von den Fernsehsendern Al-Manar und Al-Aksa am 3. und 5. Dezember ausgestrahlt wurde. Da fand sich der gleiche Mann, nur das sein Vorname als Osama angegeben wurde, als Osama Hamdan, ‚Hamas representative in Lebanon‘.

Sie können diese Erklärungen mit englischer Übersetzung auf MEMRI TV( http://www.memritv.org/clip/en/1940.htm ) anschauen.
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