Uni Innsbruck: Mitarbeiter in rechter Studentenverbindung‏

Posted in (Süd-)Tirol und Trentino, Antifaschismus & Antifa with tags , , , , , , , , , on Mai 20, 2009 by Antifa Toscanini

 

Höchst bedenklich! Mitglied der pflichtschlagenden Innsbrucker
Studentenverbindung Corps Gothia ist wissenschaftlicher Assistent und
„Rechtsextremismusforscher“ an der Universität Innsbruck!

Am Institut für Geschichte der Universität Innsbruck ist laut
Institutshomepage seit dem Jahr 2003 Andreas Bösche wissenschaftlicher
Mitarbeiter. Er ist Mitglied der pflichtschlagenden Innsbrucker
Studentenverbindung Corps Gothia. Unter der Leitung von Dr. Brigitte
Mazohl-Wallnig arbeitet er am Projekt „Universitätsreform und
Bildungspolitik 1849-1860“ mit.

Evelyn Roth, die Vorsitzende der Autonomen Antifa Innsbruck: „Die Gothia
ist eine äußerst elitäre, männerbündisch organisierte Verbindung, für
deren Mitglieder das Schlagen der Mensur verpflichtend ist. Sie scheut die
Nähe zu rechtsextremen Burschenschaften keineswegs und ist neben Brixia,
Suevia u.a. Verantstalter des deutschnationalen Burschenschafterkommers
vom 19. bis 21. Juni 2009 in Innsbruck.“
Wohl auch aufgrund des ziemlich offenen Deutschnationalismus und der Nähe
zum Rechtsxtremismus seiner Gothia hält sich Andreas Bösche auf die Frage,
ob weitere Burschenschafter oder Corps-Mitglieder am Institut für
Geschichte arbeiten, bedeckt: „Ja, gibt es schon. Ich möchte aber nicht
sagen, wer.“
Evelyn Roth dazu: „Seine Antwort zeigt, dass die äußerst elitären und
männerbündisch organisierten Netzwerke nach wie vor hervorragend
funktionieren. Die Mitglieder der Burschenschaften und Korporationen
verschaffen sich gegenseitig die Posten und decken sich anschließend
natürlich untereinander!“
Andreas Bösche hat seine Diplomarbeit zum Thema „Internet und
Rechtsextremismus“ verfasst. Inzwischen hat ihm die Universität Innsbruck
sogar den Doktortitel verliehen. „Dass Mitglieder deutschnationaler
Korporationen, die sich aktiv an der Organisation des rechten
Burschenschaftertreffens in Innsbruck beteiligen, von der Universität
angestellt und bezahlt werden, ist völlig inakzeptabel“, meint Evelyn
Roth. „Zudem darf Rechtsextremismusforschung nicht Männern überlassen
werden, die selbst in rechten, pflichtschlagenden Verbindungen organisiert
sind!“

Die Autonome Antifa Innsbruck fordert:

– die Entlassung von Andreas Bösche als Mitarbeiter am Institut für
Geschichte!
– Schluss mit den elitären, männerbündisch organisierten und rechten
Netzwerken!
– Rechtsextremismusforschung darf nicht Mitgliedern in rechten,
schlagenden Korporationen übertragen und überlassen werden!

mehr infos:
http://www.antifa-ibk.it.tt
http://www.myspace.com/antifaibk

Zwischenfall in der KZ-Gedenkstätte Ebensee

Posted in (Neo-)Faschismus with tags , , , , , , , on Mai 11, 2009 by Antifa Toscanini

 

Mauthausen Komitee Österreich 

Zwischenfall bei der Gedenkfeier in Ebensee: – Die Befreiungsfeiern im ehemalige KZ-Mauthausen wurden von einer Neonazi-Provokation bei der Gedenkfeier im ehemaligen Konzentrationslager Ebensee überschattet.  

Die Teilnehmer/innen, unter ihnen zahlreiche Überlebende, wurde von einer Gruppe schwarzgekleideter und mit schwarzer Maske Vermummter mit Sieg-Heil-Rufen und Hitlergruß beleidigt.

Der Vorsitzende des Mauthausen Komitee Willi Mernyi spricht von einem unglaublichen Tabubruch: „Vor wenigen Wochen die KZ-Gedenkstätte Mauthausen geschändet, gestern ehemalige Häftlinge mit Nazi-Parolen provoziert – was kommt als nächstes?“

die jüdische“ 11.05.2009 10:05 

Tiroler Hotel keine Zimmer für Juden!

Posted in Antisemitismus with tags , , , on Mai 10, 2009 by Antifa Toscanini

 

Ein Tiroler Hotel, das eine jüdische Familie als Gäste abgelehnt haben soll, sorgt für Aufregung in Österreich. Nach einem Zeitungsbericht soll die Vermieterin eines Appartementhauses und Hotels in Serfaus auf die Buchungsanfrage einer Wiener Familie per E-Mail geantwortet haben, sie nehme keine jüdischen Gäste, auch wenn das Zimmer frei sei.

Als Grund nannte sie “schlechte Erfahrungen” mit jüdischen Gästen, berichtete die “Tiroler Tageszeitung” am Sonntag. Die Gegend rund um Serfaus ist in den vergangenen Jahren sehr beliebt bei orthodoxen Juden geworden. Zahlreiche Hotels bieten dort inzwischen extra koscheres Essen an.

Eine Hotelbesitzerin aus dem selben Ort sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, der Fall sei “schlecht für das Image von Serfaus”. Eine solche Geschichte zerstöre die ganze harte Arbeit der vergangenen Jahre im Tourismusgeschäft.

Die Nachrichtenagentur APA zitierte den Tourismusverband-Obmann Franz Tschiderer: “Das Verhalten ist nicht akzeptabel.” Jüdische Gäste seien in Serfaus-Fiss-Ladis genauso willkommen wie alle anderen.

“Bis zu diesem Fall haben wir noch nie gehört, dass es irgendwelche Schwierigkeiten gibt”, zitierte die Zeitung die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Tirol und Vorarlberg, Esther Fritsch. Die Hotelbesitzerin, die die E-Mail geschrieben hatte, wollte sich nicht zu ihrem Schreiben äußern.

Der Vater der betroffenen Familie hat indes entschieden, die Sommerferien woanders zu verbringen: Er wolle seinen Urlaub nicht in einem “rassistischen Nest” verbringen und werde seinen Freunden erzählen, was ihm in Tirol widerfahren sei, zitierte ihn das Blatt.

Immer nur dagegen!

Posted in Antifaschismus & Antifa with tags , , , , , , , , , , , , , , , , on Mai 5, 2009 by Antifa Toscanini

 

Sind die Antideutschen stolz auf ihre eigene Bedeutungslosigkeit? Gilt es, die Kreuzberger Hinterhöfe zu verlassen und in der Erwachsenenpolitik mitzumachen? Oder ist ein solches Handeln der Ausdruck von Verzweiflung und intellektueller Selbstaufgabe? Und sind Antideutsche eigentlich antiliberal, humorlos und typisch deutsch? Über Glanz und Elend der Antideutschen. Eine Fortsetzung der Debatte über Ideologiekritik und Realpolitik (Jungle World 4/2009).

von Sebastian Tränkle, Walter Schrotfels, Sebastian Voigt und Christian J. Heinrich

Spätestens seit Marx in den Thesen über Feuerbach die selbstgenügsame Philosophie in ihre Schranken verwies, steht das Verhältnis von Theorie und Praxis im Zentrum linker Debatten. Die Konstellation dessen, was heute im dichotomen Begriffspaar von Ideologiekritik und Realpolitik auftritt, war stets Gegenstand historischer Wandlung: Mit sich verändernden gesellschaftlichen Verhältnissen stellt sich die Frage nach der Beziehung von gesellschaftskritischer Theoriebildung und verändernder Praxis neu. Mit Auschwitz geriet der bis dahin vorhandene Bezug der Theorie auf die Praxis in eine fundamentale Krise und wurde zumindest in der Interpretation der Kritischen Theorie tendenziell verunmöglicht. An diese Einsicht knüpfte die sich in den neunziger Jahren formierende antideutsche Linke an, um von dort aus die Restbestände des bewegungslinken Unwesens, an dem Vernunft wie historische Erfahrung offensichtlich gänzlich vorbeigezogen waren, zum Ziel ihrer Attacken zu machen. Der dabei viel beschworene Rückzug auf radikale »Ideologiekritik« ist inzwischen fester Bestandteil der mantraartig vorgetragenen Selbstbekenntnisse vieler antideutscher Kritiker (und nur weniger Kritikerinnen). Dem gegenüber stehen diejenigen, die gerade aus einer radikalen Kritik an linker Tradition und deren blinden Flecken (Antisemitismus, Antiamerikanismus, das Verhältnis zur deutschen Nation und der Vergangenheit) die Notwendigkeit (real-)politischer Interventionen ableiten.

Wird in der jetzigen Debatte also nur ein nicht mehr frisches Thema verhandelt? Oder ist mit dem Wissen um die Geschichte dieser Debatte auch das Wissen um ihre Geschichtlichkeit verbunden, um die stete Notwendigkeit, sich aufs Neue diesen alten Fragen zu stellen und, ausgehend von einer Analyse der gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse, über theoretische Kritik und die Möglichkeiten und Formen politischer Intervention neu zu diskutieren? Als Beitrag zu diesem fortlaufenden Projekt emanzipativer Gesellschaftskritik verstand sich auch das aus Diskussionen der Leipziger »Gruppe in Gründung« hervorgegangene Dossier (Jungle World 4/2009).

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OMV – Murder & More?

Posted in Events with tags , , , , , , , , on April 28, 2009 by Antifa Toscanini

 

Keine Geschäfte mit dem iranischen Regime!

Kundgebung vor der Jahreshauptversammlung der OMV

Mittwoch, 13. Mai 2009, 12:30 Uhr
Vienna Austria Center, Bruno-Kreisky-Platz 1, 1220 Wien
(U1 Kaisermühlen-VIC)

Die OMV plant trotz massiver internationaler Kritik, ihre Geschäfte mit dem iranischen Regime weiter auszubauen. Obwohl mittlerwei­le selbst die österreichische Bundesregierung von ihrer vorbehalt­losen Unterstützung des geplanten Milliarden-Deals mit dem Iran abgerückt ist, hält die OMV, an der die Republik Österreich zu über 30 Prozent beteiligt ist, nach wie vor daran fest. Zudem versucht der Konzern weiterhin, das Nabucco-Pipeline-Projekt voranzutrei­ben, das nach bisherigen Planungen nur Sinn ergibt, wenn es mit Erdgas aus dem Iran gespeist wird.
Um gegen die Hofierung und Finanzierung des iranischen Regimes durch einen Konzern wie die OMV zu demonstrieren, rufen wir dazu auf, sich an den Protesten vor der Jahreshauptversammlung der OMV zu beteiligen.

Weitere Informationen:
http://at.stopthebomb.net

Der „Antirassismus“ von Holocaust-Leugnern

Posted in Antisemitismus with tags , , , , , , , , , , , , , , , , on April 21, 2009 by Antifa Toscanini

 

Von Stephan Grigat

(Gastkommentar, redaktionell leicht gekürzt erschienen in der Wiener Zeitung am 21. April 2009: http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabId=4445&alias=wzo&cob=409634)

Diese Woche findet in Genf die UN-Antirassismuskonferenz statt, die Nachfolgekonferenz jener Veranstaltung, bei der 2001 im südafrikanischen Durban Israel als einziges Land der Welt wegen „staatlichem Rassismus“ an den Pranger gestellt wurde und während deren NGO-Forum es tätliche Angriffe auf jüdische Konferenzteilnehmer gab. Diesmal ist kaum Anderes, eher Schlimmeres zu erwarten. Solche UN-Konferenzen werden von Regimes wie dem iranischen oder dem libyschen mit vorbereitet. Die Agenda solcher Veranstaltungen wird allein schon durch das Prinzip „ein Land – eine Stimme“ von den Staaten der Organisation der islamischen Konferenz mit vorgegeben, in der nicht etwa auf Emanzipation zielende Initiativen aus islamischen Ländern zusammengeschlossen sind, sondern die Regierungen des Sudan, Saudi-Arabiens, Syriens, des Iran und 53 weiterer islamisch dominierter Staaten.

Und das merkt man: Neben der Denunzierung des israelischen Selbstbehauptungswillens als „Rassismus“ und der gleichzeitigen Ausblendung etwa des Massenmordes im Sudan oder der Verfolgung der Bahai im Iran betreiben die islamischen Länder Lobbying für eine Erklärung gegen die „Diffamierung von Religion“, die Kritik am Islam und der Scharia verunmöglichen soll. Nicht Individuen, sondern der Islam als Religion soll zum Objekt des Menschenrechtsschutzes werden. Egal, wie letztlich die Kompromissformulierungen der Abschlussdeklaration lauten werden – diese Konferenz wird unter dem Deckmantel des „Antirassismus“ die Delegitimierung jeglicher Kritik an der Scharia betreiben.

Sie wird nicht den Emanzipationsbestrebungen der Menschen dienen, sondern die staatliche Unterdrückung solcher Bestrebungen legitimieren. Sie wird einen „Antirassismus“ befördern, der jeglicher universalistisch orientierten Kritik Rassismus unterstellt und die Rechte des Individuums zugunsten von Kollektivrechten missachtet. Solch ein „Antirassismus“ trägt zur Kritik des rassistischen Ausschlusses von Individuen von gesellschaftlicher Teilhabe gar nichts bei, bietet aber eine hervorragende Möglichkeit, den Israel-Hass in ein moralisch vermeintlich einwandfreies Gewand zu kleiden. Dass Irans Präsident auf solch einer Konferenz eine Bühne findet, ist also alles andere als überraschend.

Länder wie Kanada, Australien, USA, Israel, Italien, Niederlande und im letzten Augenblick auch Deutschland entziehen diesem Spektakel durch ihre Nichtteilnahme die Legitimation – was die Deutschen allerdings kaum davon abhalten dürfte, mit dem iranischen Regime weiterhin Milliardengeschäfte abzuwickeln. Mit Österreich, wo solche Geschäfte heute in Planung sind, konnte sich ausgerechnet ein Nachfolgestaat des Nationalsozialismus nicht zu einem Boykott einer „Antirassismus“-Konferenz durchringen, auf der schon am ersten Tag einem Regime ein Podium geboten wurde, das Holocaust-Leugnung zu einer Komponente seiner Außenpolitik gemacht hat und maßgeblich an der Produktion und Verbreitung antisemitischer Propagandatexte wie der Protokolle der Weisen von Zion beteiligt ist.

Diktatur der Mehrheit!

Posted in Antisemitismus with tags , , , , , , , , , , , , on April 17, 2009 by Antifa Toscanini

 

Die so genannte Antirassismuskonferenz der Uno in Genf droht wie die vorige im Jahr 2001 zur Farce zu werden. Wieder ver­suchen einige islamische Staaten, die Konferenz in ihrem Sinne zu instrumenta­lisieren – gegen Israel und gegen die Meinungsfreiheit.

von Lukas Lambert

Vom 20. bis zum 24. April werden sich internationale Prominenz und tausende Angehörige der so genannten Zivilgesellschaft am Sitz des UN-Menschenrechtsrates in Genf versammeln, um die vierte Uno-Antirassismuskonferenz, die so genannte Durban Review Conference, abzuhalten. Dieses Treffen tritt ein äußerst problematisches Erbe an. Die letzte Konferenz dieser Art fand 2001 im südafrikanischen Durban statt und wurde heftig dafür kritisiert, unzählige Menschenrechts­verletzungen weltweit nicht behandelt, aber dafür ein regelrechtes Tribunal gegen Israel abge­halten zu haben. Auf der Konferenz wurde Israel als einziges Land für »staatlichen Rassismus« ver­urteilt und viele Teilnehmer berichteten von antisemitischen Eklats auf dem gleichzeitig statt­findenden NGO-Forum. Dort wurden unter anderem Flyer verteilt mit Hitlers Konterfei und dem Text: »What if I had won? Then there would be no Israel!« Und es kam zu tätlichen Angriffen auf Mitglieder jüdischer Organisationen. Die israelische Delegation und viele jüdische Aktivisten reisten empört ab.

Acht Jahre später droht nun die Nachfolgeveranstaltung in einer ähnlichen Katastrophe zu enden. Die Hoffnungen, welche sich in den vergan­genen Jahren an die Erneuerung der UN-Menschenrechtspolitik im Allgemeinen und den Kampf gegen den Rassismus im Speziellen geknüpft hatten, haben sich weitestgehend als unbegründet herausgestellt. Der UN-Menschenrechtsrat, der 2006 gegründet wurde, um die völlig diskreditierte Menschenrechtskommission zu ersetzen, verabschiedete während seiner 10. Sitzung im März dieses Jahres lediglich vier Resolutionen zu bedenklichen Menschenrechtssituationen in Somalia, Nordkorea, Burma und Kongo. In keiner wurden Verantwortliche direkt erwähnt, sondern lediglich im UN-Sprech »alle Beteiligten« zur »Achtung ihrer Verpflichtungen nach interna­tionalem Recht« ermahnt. Demgegenüber stehen fünf im selben Zeitraum verabschiedete anti-israelische Resolutionen, die den jüdischen Staat heftig verurteilen.

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