Archiv für Antideutsche

Immer nur dagegen!

Posted in Antifaschismus & Antifa with tags , , , , , , , , , , , , , , , , on Mai 5, 2009 by Antifa Toscanini

 

Sind die Antideutschen stolz auf ihre eigene Bedeutungslosigkeit? Gilt es, die Kreuzberger Hinterhöfe zu verlassen und in der Erwachsenenpolitik mitzumachen? Oder ist ein solches Handeln der Ausdruck von Verzweiflung und intellektueller Selbstaufgabe? Und sind Antideutsche eigentlich antiliberal, humorlos und typisch deutsch? Über Glanz und Elend der Antideutschen. Eine Fortsetzung der Debatte über Ideologiekritik und Realpolitik (Jungle World 4/2009).

von Sebastian Tränkle, Walter Schrotfels, Sebastian Voigt und Christian J. Heinrich

Spätestens seit Marx in den Thesen über Feuerbach die selbstgenügsame Philosophie in ihre Schranken verwies, steht das Verhältnis von Theorie und Praxis im Zentrum linker Debatten. Die Konstellation dessen, was heute im dichotomen Begriffspaar von Ideologiekritik und Realpolitik auftritt, war stets Gegenstand historischer Wandlung: Mit sich verändernden gesellschaftlichen Verhältnissen stellt sich die Frage nach der Beziehung von gesellschaftskritischer Theoriebildung und verändernder Praxis neu. Mit Auschwitz geriet der bis dahin vorhandene Bezug der Theorie auf die Praxis in eine fundamentale Krise und wurde zumindest in der Interpretation der Kritischen Theorie tendenziell verunmöglicht. An diese Einsicht knüpfte die sich in den neunziger Jahren formierende antideutsche Linke an, um von dort aus die Restbestände des bewegungslinken Unwesens, an dem Vernunft wie historische Erfahrung offensichtlich gänzlich vorbeigezogen waren, zum Ziel ihrer Attacken zu machen. Der dabei viel beschworene Rückzug auf radikale »Ideologiekritik« ist inzwischen fester Bestandteil der mantraartig vorgetragenen Selbstbekenntnisse vieler antideutscher Kritiker (und nur weniger Kritikerinnen). Dem gegenüber stehen diejenigen, die gerade aus einer radikalen Kritik an linker Tradition und deren blinden Flecken (Antisemitismus, Antiamerikanismus, das Verhältnis zur deutschen Nation und der Vergangenheit) die Notwendigkeit (real-)politischer Interventionen ableiten.

Wird in der jetzigen Debatte also nur ein nicht mehr frisches Thema verhandelt? Oder ist mit dem Wissen um die Geschichte dieser Debatte auch das Wissen um ihre Geschichtlichkeit verbunden, um die stete Notwendigkeit, sich aufs Neue diesen alten Fragen zu stellen und, ausgehend von einer Analyse der gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse, über theoretische Kritik und die Möglichkeiten und Formen politischer Intervention neu zu diskutieren? Als Beitrag zu diesem fortlaufenden Projekt emanzipativer Gesellschaftskritik verstand sich auch das aus Diskussionen der Leipziger »Gruppe in Gründung« hervorgegangene Dossier (Jungle World 4/2009).

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Gegen den nationalen Konsens!

Posted in Antifaschismus & Antifa with tags , , , , , , , , , , , , on März 6, 2009 by Antifa Toscanini

 

Das breite Bündnis von Antifas mit den Bürgerlichen war ein Misserfolg und hat zur inhaltlichen Unschärfe des Protestes beigetragen.

von Gruppe »Leipziger Antifa« (Lea)

Erstmals seit Neonazis die Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 öffentlich betrauerten, haben sich in diesem Jahr zwei verschiedene Antifa-Vorbereitungskreise mit der Thematik befasst. Im Gegensatz zum Bündnis »Keine Versöhnung mit Deutschland« suchte »No Pasarán!« dabei den Konsens mit der »Zivilgesellschaft«, um »breite Teile der Gesellschaft« gegen die Nazis zu mobilisieren. Folgerichtig hatte das Bündnis »No Pasaran!« keine Kritik am bürgerlichen Geden­ken und erklärte die Verhinderung des Naziaufmarsches zu ihrem Hauptziel. Dadurch wird ein Antagonismus behauptet, der so nicht besteht: Zwischen dem »wahrhaften Gedenken« der Dresdner Bürgerinnen und Bürger und dem der Naziaufmärsche.

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Dresden 14.02.2009 Highlights: No Pasáran!

Posted in Video with tags , , , , , , , , , on Februar 19, 2009 by Antifa Toscanini

 

Deutschlandwunder– Wunsch und Wahn in der postnazistischen Kultur

Posted in Events with tags , , , , on April 11, 2008 by Antifa Toscanini

Kongress gegen die Versöhnung mit der deutschen Nation

9.-11.Mai 2008 in Bremen

(Kioto – Lagerhaus, Schildstr.12-19, 2. Etage  / Infoladen – St.Paulistr. 10-12)

 

Die HerausgeberInnengruppe kittkritik (in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen und der Rosa-Luxemburg-Stiftung, mit finanzieller Unterstützung des Solidaritätsfonds der Hans-Böckler-Stiftung) lädt zu einem Kongress nach Bremen ein.

Die AutorInnen des Sammelbandes „Deutschlandwunder – Wunsch und Wahn in der postnazistischen Kultur“  (erschienen 2007 im Ventil-Verlag) werden ihre hier formulierte Kritik deutscher ‚Vergangenheitsbewältigung’ anhand von Beispielen aus Filmen, Hör- und Computerspielen, Sport, Literatur und (Pop-)Musik darstellen und weiterentwickeln.

 Ausgangspunkt ist das aktuelle, sich seit 1990 neu formierende deutsche Nationalbewusstsein in seiner kulturindustriellen Darstellung: Neben die fortwährende Stilisierung der Deutschen als Opfer tritt momentan die Integration von Auschwitz in die medialen (Re-)Inszenierungen der deutschen Erinnerungsarbeit als gesellschaftlichem ‚Kitt’, in der die Nation zum kollektiven Objekt der Identifizierung wird. Die neue Unbefangenheit im Umgang mit der Geschichte, in der Auseinandersetzung mit den Erfahrungen der eigenen Großeltern, der Wunsch, bei der Weltmeisterschaft auch einmal unbeschwert „schwarz-rot-geil“ zu sein, macht die dritte TäterInnengeneration zum Protagonisten des postnazistischen Nationalgefühls.

 

Weitere Informationen unter: www.kittkritik.net

Anmeldung per Mail an: info@kittkritik.net

ACHTUNG: frühzeitige Anmeldung aufgrund begrenzter TeilnehmerInnenzahl unbedingt empfohlen!

Wer uns bei der Bewerbung unterstützen möchte, kann bei uns unter der oben genannten Mailadresse Flyer und Plakate bestellen!

 

Teilnahmebeitrag: 15€/10€


Unsere Empfehlung:

Posted in Antifaschismus & Antifa with tags , , , , , , on November 21, 2007 by Antifa Toscanini

Montag 26. November 2007, 19 Uhr 

Vortrag von Luis Liendoa Espinoza 

Zur Aktualität des Nazismus 

Universität Innsbruck

SOWI, Hörsaal 2

Vortrag über Israels Kriege (München)

Posted in Uncategorized with tags , , , , , on November 20, 2007 by Antifa Toscanini

Waffen für Israel
M.O. Scherer, Dipl.-Sozialwissenschaftler

Mit der Staatsgründung Israels zeichnete sich ab, dass die arabischen Nachbarstaaten seiner Existenz lieber früher als später ein Ende setzen wollten. Eine notwendige Bedingung für das Überleben eines jüdischen Staates im Nahen Osten war es, modernes Kriegsgerät zu erwerben um sich der zahlenmäßig weit überlegenen Gegner erwehren zu können. Entgegen aller nahe liegenden Vermutungen waren es nicht die USA, sondern Frankreich, das sich bereit fand, das Ungleichgewicht durch eine militärische Partnerschaft auszugleichen…
 

Samstag, den 1.12.2007 um 18.30 Uhr
anschließend 20 Jahre DGbar-Fest
DGB-Haus
Raum U05
Schwanthalerstr. 64, München

Orginal bei Think Tank 34 (http://thinktank34.open-lab.org/?q=node/84)

Um das Ganze

Posted in Antifaschismus & Antifa, Video with tags , , , , on November 10, 2007 by Antifa Toscanini

Stephan Grigat über Postnazismus 

Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Universität Wien, gehört zu der Gruppe Café Critique (www.cafecritique.priv.at/) und arbeitet als freier Autor in Tel Aviv.