Archiv für Antizionismus

Auftakt zur Strandsaison von Florian Markl

Posted in Antisemitismus with tags , , , , , , on Mai 29, 2009 by Antifa Toscanini

 

erschienen auf Instant Coffee, dem Blog von Café Critique:

Aus Anlass des 100. Geburtstages von Tel Aviv gibt es diesen Sommer am Wiener Donaukanal einen Tel Aviv Beach. Da konnte es natürlich nicht ausbleiben, dass den österreichischen Hamas-Freunden die Zornesröte ins Gesicht steigt. Daher haben sie beschlossen, am gegenüberliegenden Kanalufer eine Gegenveranstaltung zu organisieren: Sie wollen einen Gaza-Beach-LKW aufstellen. Auf einer der einschlägigen Webseiten ist zu lesen: „Dort geht es freilich nicht so vergnüglich zu: Stacheldraht, Absperrungen, militärische Angriffe, Nahrungsmittel- und Energiemangel – kurz Gaza Beach ist ein Freiluftgefängnis. Ganz so wie im wirklichen Leben.“

Den „Stacheldraht“ müssen die Israelfeinde natürlich selbst mitbringen, und für die „Absperrungen“ werden sie genauso sorgen müssen wie für die „militärischen Angriffe“. Während sie für das Menschenrecht der Palästinenser eintreten, unter einer islamistischen Terrorherrschaft leben zu müssen, werden sie sich also in ihrem mühsam inszenierten Elend suhlen und damit vermutlich mehr über die Realität aussagen, als ihnen lieb ist.

Man darf allerdings gespannt sein, auf welch kreative Ideen sie kommen werden, um ihren Protest auch richtig eindrucksvoll und authentisch zu gestalten. Werden sie sich am helllichten Tage in ihren abgedunkelten LKW verkriechen und bei Kerzenschein über das „zionistische Unrechtsregime“ am anderen Kanalufer jammern? Werden sie Gästen des nahe gelegenen Flex, die in aller Ruhe alkoholische Getränke konsumieren wollen, die Beine brechen? Werden sie am Kanalufer flanierende Paare wegen deren offenkundig unzüchtigem Verhalten misshandeln? Werden sie sich hinter Passanten verstecken, Feuerwerksraketen auf den Tel Aviv Beach abfeuern und laut „Völkermord!“ schreien, wenn sie von der Polizei daran gehindert werden? Werden sie sich telegen in Krankenwagen abtransportieren lassen, die Finger zum Victory-Zeichen in die Luft gestreckt, wenn sie einen Sonnenstich erleiden, und dabei das himmelschreiende Unrecht beklagen, dass am Tel Aviv Beach Sonnenschirme stehen? Werden George Galloway, Rupert Neudeck und Fritz Edlinger mit einem Tretboot den Kanal entlang schippern, um die „menschenfeindliche Blockade“ zu durchbrechen? Wird Udo Steinbach verkünden, all das erinnere ihn an Bilder aus dem Warschauer Ghetto? Oder wird gar der UN-Menschenrechtsrat einstimmig das Verbrechen verurteilen, dass am Ostufer des Kanals am Abend viel länger die Sonne scheint?

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Diktatur der Mehrheit!

Posted in Antisemitismus with tags , , , , , , , , , , , , on April 17, 2009 by Antifa Toscanini

 

Die so genannte Antirassismuskonferenz der Uno in Genf droht wie die vorige im Jahr 2001 zur Farce zu werden. Wieder ver­suchen einige islamische Staaten, die Konferenz in ihrem Sinne zu instrumenta­lisieren – gegen Israel und gegen die Meinungsfreiheit.

von Lukas Lambert

Vom 20. bis zum 24. April werden sich internationale Prominenz und tausende Angehörige der so genannten Zivilgesellschaft am Sitz des UN-Menschenrechtsrates in Genf versammeln, um die vierte Uno-Antirassismuskonferenz, die so genannte Durban Review Conference, abzuhalten. Dieses Treffen tritt ein äußerst problematisches Erbe an. Die letzte Konferenz dieser Art fand 2001 im südafrikanischen Durban statt und wurde heftig dafür kritisiert, unzählige Menschenrechts­verletzungen weltweit nicht behandelt, aber dafür ein regelrechtes Tribunal gegen Israel abge­halten zu haben. Auf der Konferenz wurde Israel als einziges Land für »staatlichen Rassismus« ver­urteilt und viele Teilnehmer berichteten von antisemitischen Eklats auf dem gleichzeitig statt­findenden NGO-Forum. Dort wurden unter anderem Flyer verteilt mit Hitlers Konterfei und dem Text: »What if I had won? Then there would be no Israel!« Und es kam zu tätlichen Angriffen auf Mitglieder jüdischer Organisationen. Die israelische Delegation und viele jüdische Aktivisten reisten empört ab.

Acht Jahre später droht nun die Nachfolgeveranstaltung in einer ähnlichen Katastrophe zu enden. Die Hoffnungen, welche sich in den vergan­genen Jahren an die Erneuerung der UN-Menschenrechtspolitik im Allgemeinen und den Kampf gegen den Rassismus im Speziellen geknüpft hatten, haben sich weitestgehend als unbegründet herausgestellt. Der UN-Menschenrechtsrat, der 2006 gegründet wurde, um die völlig diskreditierte Menschenrechtskommission zu ersetzen, verabschiedete während seiner 10. Sitzung im März dieses Jahres lediglich vier Resolutionen zu bedenklichen Menschenrechtssituationen in Somalia, Nordkorea, Burma und Kongo. In keiner wurden Verantwortliche direkt erwähnt, sondern lediglich im UN-Sprech »alle Beteiligten« zur »Achtung ihrer Verpflichtungen nach interna­tionalem Recht« ermahnt. Demgegenüber stehen fünf im selben Zeitraum verabschiedete anti-israelische Resolutionen, die den jüdischen Staat heftig verurteilen.

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Die NPD und die europäische Rechte

Posted in (Neo-)Faschismus with tags , , , , , , , , , , , , , , on März 19, 2009 by Antifa Toscanini

 

Weil die NPD der Tradition des Nationalsozialismus verhaftet ist, fällt ihre Integration in eine geeinte europäische Rechte schwer. Dass die Rechten zerstritten sind, heißt jedoch noch nicht, dass sie auch politisch erfolglos bleiben müssen.

von Volker Weiss

Im Jahr 2007 kam es auf Initiative des EU-Parlamentariers Andreas Mölzer (FPÖ), eines ehemaligen Mitarbeiters von Jörg Haider, zur Gründung der ersten ultrarechten Europa-Fraktion »Identität – Tradition – Souveränität« (ITS). Der Traum einer auf parlamentarischer Ebene vereinigten europäischen Rechten scheiterte allerdings nach kurzer Zeit am Zusammenprall diverser Chauvinis­men. Weil sich Alessandra Mussolini von der neofaschistischen AS im Zuge ihrer Kampagne gegen Sinti und Roma antirumänisch äußerte, verließ die »großrumänische« PRM das Bündnis. Die ITS verlor daraufhin den Status einer Parlamentsfraktion und zerbrach. Die Idee einer europäischen Sammlungsbewegung konnte sich vorerst nicht durchsetzen.

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Allahu Akbar, Genossen!

Posted in Kritik with tags , , , , , , , , , , , , , , , on Februar 2, 2009 by Antifa Toscanini

Die Querfront gegen Israel! (Jungle World Nr. 05/09, 29. Januar 2009)

  

Hammer und Halbmond! Zwar hat die israelische Armee ihren Einsatz im Gaza-Streifen beendet, doch die rot-grüne Koalition hat überlebt. Antiimperialistische und islamistische Gruppen kommen sich näher. Die linke Solidarität gilt dabei der jihadistischen Hamas. Doch nicht nur bei Linken entlädt sich der Hass auf Israel. Auch in der bürgerlichen Mitte möchte man nicht mehr über den »Terrorismus Israels« schweigen. Die Nazis freut es ohnehin, dass vom Holocaust im Gaza-Streifen phantasiert wird.

 

Zuerst Juden abschlachten, dann Palästina gründen!

Posted in Antisemitismus with tags , , , , , , , , , , on Januar 21, 2009 by Antifa Toscanini

von Karl Pfeifer 

Das Wiener Grüppchen AIK bringt immer wieder Meldungen, die einen aufhorchen lassen, so auch über die Teilnehmer des Beiruter Sozial Forums (Participants Beirut Social Forum), das 16. bis 18. Januar 2009 stattfinden soll. [1] 

Da fand ich einen bekannten Namen: „Islamic Resistance Movement Hamas, Usama Hamdan Lebanon“.

Gerade gestern publizierte MEMRI eine Nachricht über islamische Kleriker, deren Solidaritätserklärung mit Gaza von den Fernsehsendern Al-Manar und Al-Aksa am 3. und 5. Dezember ausgestrahlt wurde. Da fand sich der gleiche Mann, nur das sein Vorname als Osama angegeben wurde, als Osama Hamdan, ‚Hamas representative in Lebanon‘.

Sie können diese Erklärungen mit englischer Übersetzung auf MEMRI TV( http://www.memritv.org/clip/en/1940.htm ) anschauen.
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Operation “Gegossenes Blei“

Posted in Action with tags , , , , , , , , , , , on Januar 6, 2009 by Antifa Toscanini

Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung! Gegen den antisemitischen Terror!

 

Es ist das ausdrückliche Ziel der Hamas, den Staat Israel zu vernichten und an seiner Stellen einen islamischen Gottesstaat zu errichten. Weil es den israelischen Sicherheitskräften in den letzten Jahren gelungen ist die Selbstmordanschläge weitgehend zu verhindern, setzt der militärische Arm der Hamas nun Raketen ein, um die israelische Zivilbevölkerung zu terrorisieren.

Trotz dem Rückzug aus dem Gazastreifen 2005 hat die Hamas allein 2008 ca. 3.000 Raketen und Mörsergranaten auf israelische Ortschaften gefeuert. Am 19. Dezember hat die Hamas die bis dahin erklärte aber in Wirklichkeit nie eingehaltene „Waffenruhe“ endgültig für beendet erklärt und die Raketenangriffe verschärft. Angesichts dieser Situation sieht sich Israel nun gezwungen, seine Bürger mit militärischen Mitteln zu schützen.

Kein Land der Welt kann einen dauerhaften Raketenbeschuss auf die eigene Zivilbevölkerung akzeptieren!

Das erklärte Ziel der Hamas ist die Zerstörung Israels, Verhandlungen mit Israel werden abgelehnt. Ausdrücklich wird in der Hamas-Charta dazu aufgerufen, Juden zu bekämpfen und zu töten. Die Hamas ist antisemitisch – den Kampf gegen Israel definiert sie als erste Etappe eines weltweiten antijüdischen Krieges. Forderungen nach einem Waffenstillstand laufen auf eine Unterstützung der Hamas und damit der islamistischen Kräfte im Nahen Osten hinaus. Die Forderung, mit der Hamas zu reden, ohne dass sie das Existenzrecht Israels anerkennt, bedeutet, dass man die Terrorstrategie und den Antisemitismus der Hamas ignoriert – und letztlich legitimiert.

Verhandlungen unter Einbeziehung der Hamas wären ein negatives Signal für den ganzen Nahen Osten und würden die islamistischen Kräfte stärken, die für Terror gegen die eigene Bevölkerung und gegen Israel stehen. Mit solchen Verhandlungen würde man darüber hinaus allen fortschrittlichen und demokratischen Kräften in den Rücken fallen.

Die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen ist der Hamas ausgeliefert.

Die Hamas nimmt die Bewohnerinnen und Bewohner des Gazastreifens in  Geiselhaft, indem sie ihre Waffen in zivilen Gebäuden lagert, die somit zu strategischen Zielen für die israelischen Streitkräfte werden. Es ist die Hamas, die die Verantwortung für die militärische Eskalation im Gazastreifen trägt. Die Kämpfer der Hamas verlegen ihre Abschussvorrichtungen bewusst in dicht bevölkerte Gebiete, um damit zivile Opfer zu provozieren.

Die Hamas ist nicht daran interessiert, die gesellschaftlich katastrophale Situation im Gazastreifen mit Hilfe internationaler Unterstützung zu verbessern, sondern benutzt die eigene Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilde, verübt Terror gegen politische Gegner und indoktriniert Kinder mit islamistischer und antisemitischer Ideologie.

Wir erhoffen uns einen Transformationsprozess im Gazastreifen, der dazuführt, dass die Mehrheit der Bevölkerung sich für eine demokratische, friedliche und pluralistische Gesellschaft einsetzt.

Ein dauerhafter und stabiler Friede ist nur dann möglich, wenn alle relevanten palästinensischen Gruppen die Existenz Israels anerkennen und ihre Versuche einstellen den einzigen jüdischen Staat dieser Erde zu vernichten. 

 

Für das Recht Israels auf Selbstverteidigung!

Gegen den antisemitischen Terror!

 

Der Text stammt aus dem Flugblatt „Gegen Antisemitismus und islamistischen Terror“ des Arbeitskreis Antisemitismus München vom 3.1.2009.